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Die Bio-Salami-Sticks sind zurzeit zubekommen bei:

  • vielen Naturkostläden mit dem "BIOMARKT" Logo
  • denns Biomärkte

 

 

 

 

 

Unser Produkt mit Eberfleisch wird unterstützt von provieh.de.

Eberfleisch? Warum? Weshalb?


Der Begriff „Eberfleisch“ ist in unserem Denken  nicht positiv besetzt.
Warum eigentlich? Wer hat den Erfahrungen aktuell mit Eberfleisch?
Viele besonders ältere Mitmenschen haben vielleicht noch in Erinnerung,
dass Schweinefleisch auch mal etwas anders schmecken und riechen konnte,
wenn denn mal ein Eber geschlachtete wurde.

Aber mal von vorne und in aller Kürze:
Natürlich werden auch bei Schweinen, wie auch bei allen anderen Säugetieren, immer etwa die Hälfte als männlichen Nachkommen geboren. Mästet man diese unkastriert und schlachtet sie, kann das Fleisch dieser Eber eventuell einen besonderen Geruch haben. Das liegt an komplizierten Vorgängen im Körper des geschlechtsreifen Ebers und hat natürlich etwas mit den Sexualhormonen zu tun.
Dieser Geruch wird besonders beim Erhitzen freigesetzt.
Früher war es durchaus üblich, dass ein Schnitzel eben einmal diesen für mache durchaus unangenehmen Geruch nach Schwein hatte.
Um dieses zu verhindern, werden in Deutschland fast alle männlichen Ferkel kastriert.
Und dabei gibt es keinen Unterschied zwischen Bio- und konventionellen gehaltenen Schweinen.
Dies ist ein unangenehmer und schmerzhafter Vorgang für das Tier.
Tierschützer haben mit Recht seit Jahren darauf aufmerksam gemacht.
Die Landwirte und die Fleischwirtschaft suchen deshalb nach Lösungen.
Eine ist die Kastration unter Betäubung oder mit Schmerzmitteln.
Ist das für Bio-Landwirte die Richtige?
Wir wissen es nicht und suchten nach weiteren Möglichkeiten:
Eine andere ist, die Eber auch zu mästen und einer sinnvollen Verwendung zu zuführen.
Für Bio-Landwirte aller Verbände keine leichte Aufgabe, werden die Tiere doch in der Regel deutlich länger gemästet als in der konventionellen Landwirtschaft und kommen somit beim Schlachttermin vielleicht schon in die Geschlechtsreife. Mancher konventionell gemästeter Eber wird schon viel früher geschlachtet, so dass die „gefährlichen „Geruchsstoffe“ sich gar nicht entwickelt können.
Der Landwirt muss die Genetik der Ferkel genau auswählen, sehr auf die Trennung von den weiblichen Schweinen achten und beim Füttern sich besonders auf die Eber einstellen.
Wenn alles super läuft, wird kein Verbraucher einen Unterschied  feststellen und
die Schlachttiere können, wie alle anderen weiblichen Schweine auch, verwendet werden.
Aber wenn nicht, was machen wir dann mit den geruchsauffälligen Tieren?
Vernichten, wie es bisher an Schlachthöfen üblich war, wenn Eber angeliefert wurden?
Das kann doch nicht sein.
Die Tiere sollten, wie alle anderen Schlachttiere, wertgeschätzt werden und einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden. Sie dürfen auf keinen Fall in der Abfalltonnen enden!

So haben wir gemeinsam nachgedacht:
Wie können wir das Fleisch dieser Eber vermarkten, nach dem unsere Landwirte ihnen die Möglichkeit des Wachsen und Entwickelns gegeben haben?
Rohwurst wird ohne erhitzen hergestellt und auch verzehrt.
Hier ist die Geruchsbelastung kaum wahrnehmbar.
Also lag nahe, wir produzieren eine Salami!!
Diese muss den Besonderheiten des Eberfleisches gerecht werden und noch gut schmecken.

Nach vielen Versuchen sind so unsere Bio- Salami - Sticks entstanden.
Sie enthalten bis zu 80% Bio-Eberfleisch sowie bis zu 20% Bio-Rindfleisch.
Da aktuell nicht immer Eberfleisch zur Verfügung stehen, füllen wir mit „normalen“ Demeter-Schweinefleisch auf.
Deshalb steht auf der Verpackung "kann Eberfleisch enthalten" um den strengen Kennzeichungsvorschriften zu genügen. Denn es muss immer drin sein, was drauf steht.
So können wir gewährleisten, dass die Salami Sticks immer verfügbar sind und wir auch jederzeit Eber aufnehmen und verarbeiten können.